
Nur für unseren lieben Sohn, ja auch auf dieser Seite der Welt gibt es Künstler.
Heute wollen wir die Stadt erkunden. Zuerst gibt es ein Frühstück im Hotel. Einfach, schmackhaft und reichlich, trotzdem wir nicht so zeitig am Buffet erscheinen. Toast, Würstchen, Rüherei, Kaffe, Saft, mehr braucht man auch eigentlich nicht zum starten.

Das Wetter ist schön, also entschließen wir uns zu den Lake Gardens zu wandern. Ein Stadtplan war im nächst größeren Hotel zu erhalten und mit ein wenig Glück gelang es uns Wasser und Highways zu überqueren.

Ein schöner Spaziergang, kein Städter würde so etwas machen, aber es war noch nicht klar, welche Busse, Züge, etc. sich dahinbewegen und ein Taxi (malaisch übrigens Teksi) wollten wir nicht nehmen. Der "Taman Tasik Perdana", wie dieser fast in der Innenstadt von Kuala Lumpur gelegene Park genannt wird, stammt in seiner Grundlage aus dem Jahr 1880. Dieser bei allen Städtern beliebte Park ist etwa 91,6 Hektar groß und hat in der Mitte einen schönen künstlichen See. Das üppige Grün des Parks bettet blühende Büsche und Blumen ein und wird von hohen schattigen Bäumen überdacht. Hier gibt es alles für die ganze Familie: Kinderspielplätze, Wege für Jogger, viele Rastplätze, Sporteinrichtungen und auf dem See noch Gelegenheit zum Paddeln. Neben dem Orchideengarten, dem Hibiskusgarten, einem Schmetterlingspark existiert auch ein Vogelpark, den wir besuchten.

Dieser spezielle Vogelzoo ist der größte in Südostasien. Über 5000 Vögel aus 100 Arten sollen hier leben. Gut, wir haben sie nicht gezählt, aber dass hier viele Vögel so gehalten werden, dass sie Lust haben Nester zu bauen und Nachwuchs zu bekommen ist schon erstaunlich. Das Besondere dieses Vogelparks ist es, dass wir in die Voliere eingetreten sind und so die Vögel hautnah erleben durften.

Hier gibt es auch einen Fotopunkt, so wie wir das noch aus unserer Kindheit von unsereren Tierparks her kennen. Man konnte sich mit dem bzw. den Vögeln seines Wunsches fotografieren lassen, egal ob Kakadu, Eule, Tukan oder Adler. Nein, nein, dafür sind wir doch viel zu feige. Gerade mal Kakadu hinter Gitterstäben streicheln, nach intensiver Aufforderung durch den Vogel war drin. Eine super Anlage, deren Existens in so einer Wolkenkratzerstadt nicht vorstellbar ist. Nach einem entspannten Vormittag kann man sich schon etwas anstregen dachten wir und nahmen ein Teksi für 20RM mit einem lustigen indischstämmigen Fahrer. Er fragte viel und erzählte viel und brachte uns sicher durch den tosenden Verkehr, der aber im Vergleich zu Bangkok sehr gesittet abläuft. Wir ließen uns an einem der großen Einkaufscenter absetzen. Hier kann man am ehesten erahnen, wie diese Stadt tickt. Ein buntes Gemisch aus so vielen verschiedenen Völkern ist selten zu sehen. Die städtische Bevölkerung besteht zu 52 % aus Chinesen, 39 % Malaien, und 6 % Inder. Hinzu kommen Araber, Sri Lanker, Europäer und Indonesier, sowie Philippiner. Bei den Religionen sind Buddhisten (40,8 %), Muslime (40,6 %), Christen (8,7 %), Hindus (5,2 %) vorhanden. Hinzu kommen Konfuzianer und andere Religionen. Und alle leben friedlich nebeneinander.

Unser Einkaufszettel war mit sehr speziellen Wünschen angefüllt. Trotzdem war die Liste am frühen Nachmittag zu vollsten Zufriedenheit abgearbeitet. Wir haben auch Katrins wichtigsten Tipp beherzigt, essen! Mal chinesisch, mal indisch, mal touristisch. Immer lecker!
Natürlich besuchten wir auch die welthöchsten Zwillingstürme, die Petronas Towers. Man wird regelrecht ehrfürchtig, wenn man vor diesen Edelstahl strotzenden Riesen steht.

Ein Machtbeweis des Ölgeldes oder eine ingenieurtechnische Meisterleistung, vermutlich beides. Das Einkaufsparadies war nichts für unseren Geldbeutel und irgendwie wird es auch beliebig überall in der Welt die gleiche Markensucht zu erkennen. Um so schöner war der Park, der sich dahinter anschloss. Die Atmosphäre kam zum Höhepunkt, als mit Einbruch der Dunkelheit die Wasserspiele starteten. Leider auch der Regen, der uns dann in das Hotel trieb.

Es war nicht ganz so einfach, aber mit Hilfe der wirklich hilfsbereiten Einwohner fanden wir immer den richtigen Einstieg in den richtigen Zug.

Weils so schön am Abend zuvor war gönnten wir uns noch ein Käsen-Naan bei unserem "Lieblingsinder" um die Ecke bevor wir sprichwörtlich in das Bett fielen.
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