Wie immer viel zu früh wach. Selbst für die Restaurants mit Frühstücksangebot. Man scheint sich hier dem Urlaubszeitgefühl der Touristen angepasst zu haben. Aber das Scherengitter des Restaurants, welches wir gestern
Abend besuchten, war schon einen Spalt geöffnet. Die Chance ergriffen wir und natürlich war man froh über die, wenn auch sehr
frühen, Gäste. Bis um 13.00 Uhr nur entspannen und lesen, Sonne und Meer genießen.


Wobei das Meer hier eher enttäuschend war. Schmutzig und so viele tote Fische. Es ist eben eher ein Fischerdorf geblieben, auch wenn es nach außen wie ein Badeort wirkt. Die Bucht ist voll mit Fischerbooten.

Hier wird die bei allen Asiaten beliebte und aus der asiatischen Küche nicht wegzudenkende Fischsoße "
Nuoc mam" hergestellt. Dazu werden kleine Sardinen zusammen mit Meersalz in Holzfässer eingelegt. Dadurch, dass die
Fischlein nicht allzu viel Fleisch auf den Gräten haben, kommt es zur gewünschten Gärung. Während dieses Vorganges entsteht eine braune dünnflüssige Soße, die wieder auf die Fische gegossen wird. Nach etwa 6-12 Monaten ist die "
Nuoc mam" fertig. Als Seele der asiatischen Küche dient sie Dank ihres hohen
Salzgehaltes als Geschmacksverstärker und ist auf Grund ihres hohen
Proteingehaltes und dem Vitamin B sehr gesund. Fischsoße wird schon seit Jahrhunderten so hergestellt und fand als Lebenselixier Einzug in alte Volkslieder. Auch in unseren Breitengraden war diese Art der Soßenherstellung mal bekannt. Die alten Griechen und Römer nannten sie "
Garum". Die vielen kleinen Fabriken sind besonders im Nachbarort
Phan Thiet zu sehen und zu riechen. Für uns
Fischverweigerer reicht schon der Geruch und der Magen verweigert sich.
Was uns in
Mui Ne besonders auffiel, waren die vielen russischen Badegäste. Der ganze Ort hat sich auf diese Touristen besonders eingestellt. Überall kann man die Angebote auf russisch lesen und viele Restaurants werben mit russischen Speisekarten.
Am Nachmittag wurden wir vor unserer
Lodge von einem fast leeren Bus nach
HCMC aufgelesen. Um so näher wir
Saigon kamen, um so dichter wurde der Verkehr. Obwohl der Busfahrer alle Möglichkeiten ausschöpfte und unermüdlich seine Hupe betätigte, brauchten wir mehr als 5 Stunden zurück.
Zielstrebig steuerten wir unser, besser Maries, Lieblingsrestaurant an, um ein weiteres Mal hausgemachte Nudeln in einer leckeren Käsesoße zu vertilgen. Die ganze Busfahrt hatte sie sich schon darauf gefreut. Allerdings auch auf den Zirkus, der unweit unserer Unterkunft sich fest niedergelassen hat. Doch leider mussten wir feststellen, dass es nur noch am Wochenende Vorstellungen gibt. Schade, die Chance hatten wir verpasst.
1 Kommentar:
Fisch ist o.k., aber die Sauce überzeugt nicht so richtig, die Bilder umso mehr. Habt ihr eigentlich noch Lust auf Schule?
Liebe Grüße von der frühlingserwartenden Marlis!
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