Dienstag, 16. März 2010

ZOO

Wir hatten beschlossen den Nachmittagsbus nach Phnom Penh zu nehmen. So blieb uns ein ganzer Vormittag, um noch etwas zu unternehmen. Aber was? Alle Einkäufe waren erledigt. Nur der Ao Dai für Marie stand noch auf der Wunschliste. Ja, auch sie hat sich in das traditionelle "lange Kleid" der Vietnamesinnen verliebt. Er ist nicht ganz Grundlos ein Symbol für Grazie und Schönheit. Einen weißen Ao Dai tragen hier auch die Schulmädchen. Aus unserer Sicht die schönste Schuluniform, die wir je gesehen haben. Eigentlich war der Ao Dai im neuen Arbeiterstaat eher unschicklich. Doch ein Schuldirektor, der sowohl Gleichheit, als auch Grazie im Sinn hatte, legte den weißen Ao Dai als Uniform in seiner Schule fest. Innerhalb von nur sieben Jahren nahmen alle Schulen diese Idee auf. Ihr dürft also gespannt sein auf unsere "langen Kleider".
Nach einer Konsultation mit "Stefan Loose", unserem Lieblingsreiseführer, entschieden wir uns den Zoo und Botanischen Garten Saigons anzusehen. Nocheinmal besuchten wir unsere Lieblingsbäckerei und genossen die sündhaft teuren Leckereien.
Laut Stadtplan wäre es ein ganz schöner Marsch bis zum Zoo und Saigon hat doch so ein fantastisch ausgebautes Nahverkehrsnetz. Nur die Fahrpläne konnten wir nicht lesen. Also fragten wir in einem Reisebüro, wo man guter Hoffnung sein konnte, dass jemand Englisch sprach. Den richtigen Bus wusste man uns allerdings nicht zu nennen. Dafür versicherte man uns, dass es zwar für Vietnamesen zu weit zum Laufen ist, aber für uns Europäer kein Problem sein sollte. Natürlich lässt sich eine Stadt auch viel besser zu Fuß erkunden, aber bereits um 12.00 Uhr mussten wir aus unserem Guesthouse auschecken und so saß uns die Zeit im Nacken. Glücklicherweise gab es auch am Busterminal einen Fremdsprachler, der uns den richtigen Bus wies.
Der Zoo und Botanische Garten wurde 1864 von 2 Franzosen gegründet, einem Botaniker und einem Tierarzt. Er ist super schön direkt am Rach Lang Fluss angelegt. Die Bäume sind größtenteils richtig alt und vom Urwaldriesen bis zum Bonsai alles vertreten. Ein fantastischer Kakteengarten, der einem das Gefühl vermittelt eine Reise in die Wüste unternommen zu haben, so wie eine Orchideenhalle sind absolut sehenswert. Nach dem Studium unseres Reiseführers, sind wir mit gemischten Gefühlen hingegangen, beschreibt er doch die Tiergehege als "gänzlich abschreckend". Wir waren positiv überrascht. Die meisten Gehege sind großzügig, fantasievoll und sauber angelegt. Hier müsste man den Vergleich mit deutschen Zoos und Tiergärten nicht scheuen. Hauptattraktion ist auf jeden Fall ein Paar weißer Tiger, die nur durch eine Glaswand vom Publikum getrennt sind. Die Nilpferde waren die größten, die wir je zu Gesicht bekommen haben und noch nie zuvor haben wir sie einen Laut von sich geben hören. Es war ein sehr schöner, entspannter Ausflug. Für ein wenig Kultur sorgte die Den Hung Vuong-Pagode am Eingang des Zoos, die man augenscheinlich an einem anderen Ort abgebaut hatte, um sie hier zu errichten.
In einem super bequemen Bus mit richtigen Liegesitzen fuhren wir zurück nach Phnom Penh. Die Grenzübertritte waren absolut unkompliziert und bequem. Kein langes An-und Rumstehen. Alle Formalitäten wurden vom Reiseleiter durchgeführt, ja sogar unsere Einreisepapiere hatte er ausgefüllt, was aber zum Teil ganz schönen Nonsens ergab. Nach ca. 6 Stunden erreichten wir sie wieder, die alte Frau Penh.

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

Zwei schöne lachende Gesichter, ein abgespannter Herr, sehenswert, die Sonne ist zu erahnen. Nur bei uns nicht, wir sind schon richtig süchtig nach der Dame. Auf die grazilen Damen bin ich auch gespannt.Melde mich wirklich ;-)bald auch per Mail. Wie immer, liebe Grüße Marlis.