Montag, 22. März 2010

20 Lebenspunkte

Was für ein ausgefülltes und erfolgreiches Wochenende. Wir spüren jeden Muskel in unserem Körper. Wie schon beschrieben starteten wir den Samstag mit einem Chinesisch Sprachkurs. Den Nachmittag verwendeten wir für die Suche nach einem Squash-Court. Im Internet konnten wir diverse Plätze ausmachen. Da Katrin und Toby vor einigen Jahren jedoch genau diese Hotels erfolglos angefahren waren, entschlossen wir uns zu einem "Kontrollgang" Auf die Frage, ob wir uns mal den Squash-Court ansehen können, antworteten die Rezeptionisten mit großen Augen. Abgesehen davon, dass es keinen gab, hatten sie wohl auch noch nie davon gehört. Mit Hilfe von Freunden, die schon sehr lange in Phnom Penh wohnen, wurden wir auf der Dachterasse eines Appartementhauses dann doch noch fündig. Ein Squash-Court, eine nagelneue Tischtennisplatte mit Zubehör, Billardtisch und Bar mit Riesen-TV, mehr als man braucht. Für Katrin und Toby bedeutet dieser Fund mindestens "20 Lebenspunkte", ein absoluter Gewinn an Lebensqualität. Zum Abschluss lieferten wir uns im einzigen Bowlingcenter Phnom Penhs einen Bowlingwettstreit, den in der ersten Runde Katrin für sich entscheiden konnte. Die zweite Runde ging an Stefan. Und mittenmang Theo, der nun schon mit Bowlingkugeln "jongliert". Zwischendurch genossen wir ein leckeres Eis bei Swensens und die ordentlich herunter gekühlte Luft, denn hier sind es heiße 37°C.
Gleich am Sonntagmorgen probierten wir den gefundenen Squash Court aus. Was für ein schönes schnelles Spiel und nach 10 min ist man auch gut verschwitzt und freut sich über eine Ablösung. Nach 2 Stunden Squash waren wir alle pitschenass, aber bei fast 40°C ist das das kleinste Problem. Da Marie immer noch nicht genug Sport hatte, setzten wir sie am Fitnesscenter ab, um uns der 2. Tagesaufgabe zu widmen, dem Kauf einer Bohrmaschine. In Deutschland würde man sich auf den Weg in den nächsten Baumarkt machen und maximal daran scheitern, dass Sonntag ist. Hier hat alles geöffnet, nur gibt es keine Baumärkte. Doch Märkte hat man hier auch und auf dem Orussay soll es tatsächlich auch Werkzeugmaschinen geben. Wir wurden erstaunlich schnell fündig und bissen uns gleich an guter deutscher Wertarbeit fest. Mussten allerdings feststellen, dass nicht eine Boschbohrmaschine wirklich in Deutschland hergestellt war. Wir konnten zwischen China, Malaysia oder Thailand wählen. Da man hier kauft wie gesehen und Garantie ein Fremdwort ist, ließen wir uns jedes Gerät vorführen und hörten fachmännisch auf den Sound, fühlten, wogen und rochen. Ja, ganz wichtig, so konnten wir so manche Maschine gleich aussortieren (wenn sie schon versmoked riecht). Nach langer Prüfung entschieden wir uns für einen gut nachgemachten, chinesischen "Bosch"bohrhammer mit 3 Bohrern und zwei Meißeln, den wir trotz mehrfachen Verlassens des Verkaufsstandes nicht unter 38$ bekamen. Zu Hause wurde er sofort ausprobiert. Er macht den Eindruck, dass er länger als 2 Jahre hält. Dann sind sowieso die Baumärkte in Kanada dran. Ergebnis, Theo hat ein neues Regal für seine Kuscheltiere.

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

Hallo, ihr beiden.
Was ? Bohrmaschine ???
Chinesisch ?
Sagt mal, wann seid ihr denn zurück aus der Ferne. Hatte Fabian ja schonmal gefragt, aber er wusste es nicht genau. Laura und ich würden euch dann mal auf ein Bier im Freien besuchen...oder ihr kommt mal zum schönen Böttcherberg :)
Viel Spass noch in Cambodia, ich hoffe, es geht euch gut. Liebe Grüsse, Laura und Birger