Beim Verlassen des Gebäudes trafen wir 3 Studenten aus Sachsen, die gerade aus Hue geflogen kamen und auf Grund ihrer schlechten Erfahrungen in Nordvietnam positiv überrascht von Saigon waren.Wir tauschten Erfahrungen aus, da sie über Phnom Penh und Siem Reap nach Hause reisen wollen.
Man will es kaum glauben, aber hier gibt es tatsächlich Döner Kebab und der schmeckte gar nicht so schlecht. Einzig das Brot hatte so einen leichten Nebengeschmack nach Anis. Den Rest des Abends zog es uns wieder in unser Lieblingsstraßenlokal. Hier hatten wir eine weitere spannende Begegnung. Der Vietnamese, der sich an unseren Tisch setzte plauderte mit uns auf Englisch, Russisch und Khmer.Ein irres Sprachgemisch. Und aus der normalen Plauderei wurde ein intensives Gespräch über Politik. Dabei waren wir überrascht, wie gut er sich in der deutschen Politik auskannte. Wir müssen zu unserer Schande gestehen, dass wir zu dem Zeitpunkt noch nicht einmal wussten, wie der Präsident Vietnams heißt. Es gibt aber auch keinen Personenkult in Vietnam. Einzige Ausnahme "Onkel Ho", der überall verehrt wird. Unser Gesprächspartner stammt aus dem Norden Vietnams nahe der Chinesischen Grenze und hatte bereits einige Reisen durch Europa unternommen. Er ist Ingenieur mit einem Monatsverdienst von 800$, verheiratet und hat 2 Kinder. Auch seine Frau ist berufstätig mit einem Einkommen von 1000$. Er berichtete stolz, dass sie eine Wohnung mit 4 Zimmern gekauft haben für 200000$. Er war zwar sehr Russland freundlich eingestellt, kritisierte jedoch deren aktuellen Investitionen.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen