Von Phnom Penh flogen wir mit Jetstar nach Singapore, wo wir einen "kurzen Aufenthalt" von 7 1/2 Stunden hatten. Jetstar ist eine der hier populären Billigfluglinien und hat keinen Checkin im Transitbereich, so dass wir nach Singpore einreisen mussten. Im Nachhinein stellte es sich als sehr gut heraus, da wir so den gesamten Flughafen für uns hatten, einschließlich eines Supermarktes im Keller in dem wir einen Adapter für unseren Ladegerätstecker kauften. Wir hatten völlig vergessen, dass das System hier überhaupt nicht mehr passt. Die Steckdosen im Flughafen sind alle mit einem kleinen Schloss versehen, doch in den Restaurants und auch im Gate wird man fündig und dann kommt der Adapter zum Einsatz. So verging mit dem vielen Organisieren die Zeit sehr schnell. Beim "Ausreisen" stellte Steffie fest, dass sie keine Imigrationcard mehr hatte. Verloren oder gar nicht bekommen, da die Einreisebeamte etwas irritiert war, als wir Transit nach Bali angaben? Unkompliziert, allerdings an einem extra Schalter für solche Fälle, stellte man Steffie eine Neue aus, so dass sie nun ordnungsgemäß ausreisen durfte. Der Flug nach Bali ging in den Sonnenuntergang und endete in völliger Dunkelheit in Bali. Etwas angegangen von dem langen Tag erlebten wir nun ein Schauspiel der besonderen Art. Mit Grauen sahen wir die langen Schlangen. Doch zuerst bezahlten wir unsere Visagebühr von je 25$ und dieses Prozedere ging super schnell und unkompliziert. Nun hieß es sich einreihen und abwarten. Es wollte so gar nicht vorwärts gehen. Unsere erste Vermutung, dass der Fingerscan beider Hände plus Foto und Stempel so viel Zeit in Anspruch nimmt, wurde nicht bestätigt. Obwohl auf großen Plakaten angekündigt, fiel das Scannen weg. Foto, Stempel und ein schief bedrucktes Visum einkleben kostet aber auch Zeit und wenn nur die Hälfte der Plätze besetzt ist, dann dauert die Einreise für die Passagiere einer Maschine eben mindestens eine Stunde.
Am Ausgang entdeckten wir sofort unseren Abholservice und nach nur 5 minütiger Fahrt erreichten wir unsere Luxusunterkunft. Das Radiant Hotel, mitten in einem außerhalb von Kuta gelegenen Stadtteil gebaut, war sehr nett gestaltet und mit viel Wasser und Grün ausgestattet.
Die Zimmer sind kleine Schmuckstücke und Möbel, Wandgestaltung, Lampen,... passen zueinander. Es ist eine Augenweide, supermodern mit LCD-Fernseher und DVD-Player? Wifi war angekündigt, das Passwort ausgehändigt, aber der Unterton sagte uns, dass in diesem Teil der Welt nicht alles so geschieht, was uns mit lächelnden Gesichtern versprochen wird. Den Pool weihten wir dann um Mitternacht ein. Der südliche Sternenhimmel und ein Vollmond direkt über unseren Köpfen bildeten das entsprechende Ambiente. Obwohl wir die einzigsten Gäste am Pool waren, wurden wir mit einer Illumination, die allem Anderen angemessen war, verwöhnt. Für 53$ pro Nacht erhält man hier die Luxusvariante.
Obwohl gerade das Frühstück besonders angepriesen wurde, fiel es nach unserem Geschmack eher bescheiden aus und machte uns zusätzlich die Entscheidung leicht, Kuta den Rücken zu kehren. Der Shuttelservice des Hotels setzte uns vor einem Einkaufszentrum irgendwo in Kuta ab. Kaum ausgestiegen, gerieten wir gleich in die Fänge einer Promotionaktion. 3 Sterne, Hauptgewinn (1000$ oder 250$ Gutschein oder Sony-Videocam oder ein Urlaub im promoteten Hotel). Wir müssen nur 60 Minuten Werbung über uns ergehen lassen und der arme Werber (aus Osttimor?) erhält 50 Punkte und 50$. Ein gewisser Reiz war da, doch nachdem Stefan die verantwortlichen Weißnasen gesehen hatte, drehte er dem Hauptgewinn den Rücken zu und wir setzten unseren Fuß erstmals wirklich auf balinesischen Boden. Nichts wirklich spektakuläres wollte uns auf unserem Weg zum Busbahnhof begegnen, begleitet von den Transportangeboten und Promotionaktionen. Das Angebot eines kleinen Taxiunternehmens, Shuttelservice nach Ubud für nur 40000 Rupien/Person (4$), fanden wir angemessen. So wurden wir wiedereinmal bequem und gut unterhalten (Musik und Informationen) an unser Ziel gebracht. Am nächsten Tag, nach einem wirklich außergewöhnlichen und schmackhaften Frühstück, setzten wir unseren Bummel fort und ergänzten ihn mit einem Mix aus Kultur und Natur im Monkey Forest.
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