Freitag, 23. April 2010

Stone Forest

Frühes Aufstehen war angesagt, wollten wir doch den Bus in der Eastern Busstation erreichen. Für den Taxifahrer ließen wir uns die entsprechenden Schriftzeichen aufschreiben. Für die Busstation hatten wir sie schon. So ist das Komplizierte, dass wir immer noch nicht über unseren Zeichenvorat von 2 Zeichen hinaus kommen, ganz einfach. In der neuen, modernen und sehr großen Eastern Busstation halfen unsere mitgebrachten Zeichen nichts. Die vor unserem Schalter versammelten Servicefrauen, riefen nach Derjenigen verzweifelt, die Englisch konnte und schon ging alles unkompliziert. Nur noch überall die Tickets vorzeigen und schon wird man in den richtigen Bus gesetzt. Wir fuhren durch eine unglaublich hügelige Landschaft mit vielen Terassenfeldern. Kein Stück Erde schien ungenutzt. Allerdings konnten wir nun auch die Auswirkungen der Trockenheit sehen. Das Meiste schien nicht bewässert zu werden und so beherrschte vorallem das Bild der roten Erde die Landschaft.Der Stone Forest war die Endstation. Wir wurden direkt vor dem UNESCO-Weltkulturerbe ausgeladen. Unsere Sorge die richtige Haltestelle zu finden damit unbegründet und diese Busfahrt ein geringeres Abenteuer als angenommen. Der Nationalpark Steinwald liegt im autonomen Landkreis der Yi-Minderheit in Shilin in der Provinz Yunnan, etwa 80 Kilometer südöstlich von Kunming. Das Gebiet umfasst eine Fläche von 350 Quadratkilometern.
Die Eintrittspreise sind heftig. 170 Yuan pro Person, für Marie 130, "Modellarbeiter" (Aktivisten) erhalten freien Eintritt. Die Chinesen scheinen damit keine Probleme zu haben. Sie zahlen das Gleiche und man sieht sie hier in großen Scharen. Wieder standen kleine Elektrofahrzeuge bereit, die von traditionell gekleideten Frauen (wieder Frauen) gesteuert wurden. Da diese jedoch nur auf der Hauptsraße um den Steinwald herum fahren, entschieden wir uns für einen Fußmarsch, gemeinsam mit den Tausend anderen meist chinesischen Touristen. Natürlich wollten wir den Massen entfliehen und diese unglaublichen Karstfelsen für uns allein genießen. Es dauerte wirklich nur ein paar schmale Felsdurchgänge und wir waren die meiste Zeit für uns. Tiefe Schluchten, wundervolle Blicke, Felsformationen mit den verrücktesten Namen (2 sich fütternde Vögel, Elefant auf der Plattform, die auf den Ehemann wartende Ehefrau) kennzeichnen dieses geologische Wunderwerk. In den letzten 300 Millionen Jahren hat der Steinwald in Folge von Bewegungen in der Erdkruste einen Wandel vom Meer zum Festland und vom Tiefland zum Hochland erlebt. Die ursprünglichen Kalksteinformationen, die im Meer entstanden sind, haben sich zu einer Art Steinwald geformt. Während seiner Entstehung wurde der Steinwald von vulkanischer Lava und von Seewasser bedeckt.Auffallend und unerwartet standen überall Abfallbehälter, sogar mit Recyclingbox, Serviceplätze an denen Guides einem weiterhelfen konnten oder Serevicetelefone. Alles ist super organisiert und auch Videoüberwacht, damit niemand verloren geht?
Wir kletterten Treppen hoch und runter, klemmten uns durch schmalste Felsspalten und genossen die sich stetig verändernden Ausblicke. In den 4 Stunden der Wanderung liefen wir nur ca. 5m doppelt und hatten mit Sicherheit nur einen kleinen Teil der geologischen Legende gesehen.Nebenbei trafen wir hier auf Vertreter der Yi, eine der 56 anerkannten Minderheiten Chinas, die zu den Ahnen der Tibeter gehören sollen. Traditionell gekleidet führten sie Volkstänze auf. Es sah sehr schön aus, die Musik war außergewöhnlich und phantastisch. Sie erinnerte im Rhytmus eher an die nordamerikanischen Minderheiten. Förderung des kulturellen Erbes oder Zwangsveranstaltung wie Kritiker meinen?
Unsere Kinder stachen auch hier alle Sehenswürdigkeiten als beliebtetes Fotoobjekt aus.

2 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Guten Morgen,
interessante/r Musik,Rhythmus, hätte ich nie einer chinesischen Kultur zugeordnet. Das Bild Nr.8 vermittelt einen besonders schönen Eindruck. Bin gespannt auf Weiteres. Liebe Grüße Marlis.

Anonym hat gesagt…

Guten Morgen,
heute erwartet uns ein wunderschöner Tag. Im Fläming ist ein Sternwandertag angesagt und Achim ist als Wanderführer im Einsatz. Da ich die Tour schon kenne, wandert nur Francesca mit und natürlich andere Wanderfreudige. Ich stationiere die Fahrräder der beiden Wanderer an ihrem Endziel und stoße dann mit dem Fahrrad dazu und wir fahren noch ein Stück gemeinsam. schon jetzt strahlt der Himmel und es sollen fast 20 Grad erreicht werden, schöööööön. Freue mich auf die nächsten Impressionen von euch, Grüße Marlis.