Noch hetzen wir von Termin zu Termin. Marie zur Schule bringen, mittags abholen, lunch, zwischendrinnen schwimmen, fitness, Englisch üben, Büro (Blog schreiben, e-mails bearbeiten...) aber auch dringende Einkäufe erledigen (Schulsachen, Sportschuhe, Lebensmittel), Visa verlängern, nachmittags Marie wieder abholen...
Wir haben für Marie eine Greencard beantragt, sodass sie die Schule allein verlassen und unser Tuk-Tuk-Fahrer sie abholen kann. Das macht manches schon einfacher.
Wie bewegt man sich in einer Stadt, die keinen öffentlichen Nahverkehr kennt. Tuk-Tuk ist sehr komfortabel und an jeder Straßenecke zu erhalten. Genau genommen wird es einem ständig offeriert. Doch auch in Deutschland nimmt man sich ja nicht ständig ein Taxi und es ist auf die Dauer eher teuer (je Fahrt mindestens 1$). Motodup (Moped) ist eine Alternative wenn man allein unterwegs ist, aber dann ebenfalls nicht preiswert. Am preiwertesten sind die Cyclos, die sich gemächlich durch den Verkehr schieben, doch das haben wir noch nie ausprobiert. Um unsere Unabhängigkeit zu behalten und unsere CO2-Bilanz aufzubessern, haben wir uns ein Fahrrad gekauft (20$) und ein weiteres von Katrin und Toby erhalten. So sind wir über den Tag beweglich und können alle wichtigen Punkte erreichen. Beim Einkaufen auf dem Markt wird das Fahrrad einfach in einen der vielen Parkplätze geschoben, kostet 200 Riel/pro Rad (1$=4000 Riel). Wichtig dabei ist den kleinen Zettel mit der Nummer nicht zu verlieren, sonst gibt es das Rad nicht zurück. Geht man in den Supermarkt, Bank, ... stellt man das Rad einfach davor ab. Ein freundlicher Mann passt dann auf das Abgestellte auf und stellt auch schon mal um, wenn der Platz benötigt wird. Bei Mopeds und Fahrrädern ist das kein Problem, Autos, und das sind meistens riesige Kisten, werden geschoben und mit Steinen gesichert. 500 Riel sollte dem "Aufpasser" beim Verlassen des Platzes in die Hand gedrückt werden. Derjenige freut sich immer und passt beim nächsten Mal mindestens genauso gut auf. Wobei wir nicht wirklich die Sorge haben, das unsere sehr einfachen und uralten Räder abhanden kommen. Das wäre für die meisten Kambodschaner, die alles mit dem Moped fahren ein gesellschaftlicher Abstieg.
Für die Nacht haben wir einen Stellplatz auf dem bewachten Museumsparkplatz neben unserem Haus gemietet (3$ pro Rad und Monat).
Donnerstag, 20. August 2009
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