Am 5.09. fand die jährliche Elternversammlung der British International School of Phnom Penh für alle Jahrgänge 1-13 statt. Das ist an sich nichts ungewöhnliches, jedoch der Ort, das Sunway Hotel erfüllte uns mit Spannung. Vor dem Konferenzsaal "Wat Phnom II" wurde die Anwesenheit registriert und Kaffee angeboten. Hier erhielten wir einen Flyer, der einen Überblick für Maries Jahrgangsstufe bot über alle Lernziele für alle Fächer, aufgeteilt in die Trimester. Beim Studium dieser Übersicht waren wir erstaunt, wie viel sie in diesem Jahr lernen wird und bekamen große Lust mit ihr zu tauschen. Sie wird Bücher lesen wie Holes von Louis Sachal und Huckleberry Finn von Mark Twain, Säuren und Basen kennenlernen, Puppen herstellen, die Pest in England und Elizabeth die erste werden Themen des Geschichtsunterrichts sein, aber auch die Nutzung der Sonne zur Energiegewinnung werden sie behandeln. Eine große Vielfalt auf hohem Niveau. Wir sind beeindruckt und finden es hervorragend Eltern so eine Übersicht in die Hand zu geben.
Nach der Begrüßung durch die Direktorin der Schule, hier Prinzipalin, und einigen Worten zu Organisation, Aufbau und Neuerungen, stellte man uns die Ergebnisse des letzten Jahres vor. Immer im Vergleich zu Schulen Großbritaniens wurden alle Ergebnisse aller Jahrgänge und jedes Faches vorgetragen. Fazit: Die British International School of Phnom Penh schnitt überdurchschnittlich gut ab. Besonders hervor stachen Fächer wie Mathematik und Französisch. Der Fairnis halber muss man natürlich erwähnen, dass hier in den Klassen maximal 18 Schüler lernen.
Danach durften wir erfahren, dass auch diese Schule mit ähnlichen Problemen wie unsere Schulen zu kämpfen hat. Da wurde an die regelmäßige Anfertigung der Hausaufgaben appeliert, an die rechtzeitige Entschuldigung, falls das Kind die Schule nicht besuchen kann und gutes Benehmen/Kleiderordnung. Es wurde Schulschwänzerei beklagt und das unerlaubte Verlassen des Schulgeländes in Freistunden (gilt natürlich nur für Kinder mit Greencards, alle anderen kommen sowieso nicht raus). Auch wurde das Verbot von Handys angesprochen, das Problem kennen wir zumindest für die Nutzung im Unterricht. Doch hier werden sie abgenommen und können nur von den Eltern abgeholt werden. Sie betonte nochmal, dass sie nichts Fahrern, Bodygards oder Kindermädchen herausgibt, das klang jetzt wieder exotisch.
Sie scheinen wohl auch Probleme damit zu haben, dass die blauen Abholkarten, gegen die die Kinder herausgegeben werden oft kopiert werden, damit Eltern, Fahrer, Bodygard und Kindermädchen eine haben. Taucht jemand mit so einer Kopie auf, kann das Kind die Schule nicht verlassen bis die Eltern persönlich kommen und bei Verlust des Originals wird keine weitere Karte mehr ausgestellt. Sicherheit wird hier ganz groß geschrieben. Eine von der Schule organisierte ärztliche Untersuchung findet im Oktober statt.
In der Schule ist eine Krankenschwester beschäftigt, die sich um die kleinen Wehwechen kümmert. Im Falle eines Unfalls wird das Kind in die nahegelegene Nagaklinik gebracht. Mit dieser Klinik hat die Schule einen Vertrag und Behandlungen sind somit kostenfrei.
Weiterhin gibt es eine Lehrkraft, die Kinder mit Lernschwierigkeiten unterstützt.
Besonders gut hat uns gefallen, dass sich jeder Lehrer der Schule persönlich vorgestellt hat, seine Funktionen und Fächer genauso genannt hat, wie seine Ausbildung und Erfahrung und nicht selten hörten wir auch den Satz, ich bin stolz, ihre Kinder unterrichten zu dürfen. Jeder Klassenlehrer forderte seine Eltern auf sich nicht zu scheuen, ihn nach der Veranstaltung anzusprechen und bei Problemen sich jedezeit an ihn zu wenden. So haben wir jetzt ein Bild vor Augen, wenn Marie uns von ihren Lehrern und ihren Eigenarten alltäglich berichtet.
Dienstag, 8. September 2009
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1 Kommentar:
Jetzt seid Ihr erst wenige Wochen weg und habt schon wieder so viele neue Dinge erfahren können.
Wir basteln noch an der Zuarbeit für Marie.
Haben sie aber nicht vergessen.
Noch ganz viel neue Erfahrungen und liebe Grüße an alle.
Ines und Andreas
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