Fantastisch bepflanzt, unter anderem mit großen Fächerpalmen und liebevoll gestaltet mit alten und neueren Skulpturen. Darunter ein lebensecht wirkender Elefantenkopf, Im Inneren wird man geradezu erschlagen von der Vielzahl an Statuen und Plastiken.
Das war einer der Gründe, warum ich mich bei meinem letzten Besuch 2003 hier eher gelangweilt hatte. Nach all unseren Reisen und dem was wir gelesen haben, konnte ich jetzt vieles besser einordnen. Es ist einfach unglaublich, wenn man eine Skulptur vor sich hat, deren um die Hüften geschwungenes Tuch in lebendigen Falten fällt und dann liest, dass der Steinmetz sie im 6. Jahrhundert erschaffen hat. Und das war nicht das älteste Ausstellungsstück. Filigrane Tierfiguren aus einer Zeit vor Christus gehörten mit zu den ältesten Exponaten. Manches mal hätte ich mir mehr Informationen gewünscht, zum Beispiel zu Ritualen, Bräuchen und auch zur Religion. Die Khmer waren ein sehr hochentwickeltes Kulturvolk. Allerdings kommen mir manchmal Zweifel ob der direkten Abstammung der heutigen Khmer, besonders wenn ich an Restaurants vorbeigehe, in denen die Gäste ihre Servietten, Knochen und Essensreste auf dem Boden entsorgt haben. Oder der Müll auf die Straße geworfen wird und die nächste Mauer zum Pissoire wird. Ein Erbe der Khmer Rouge???Augenfällig sind die Parallelen zu Deutschland. Karten die zeigen, dass Kambodscha bestimmt 4mal so groß war, gehören auch hier zur Geschichte. Eine öffentliche Meinung wurde uns in Battambang durch den Forstarbeiter an der Golden Gate Bridge kundgetan, der sich über den Landdiebstahl durch die Nachbarländer ausließ. Solche Stimmen hört man auch noch in unserer Heimat, wenn sie auch langsam aussterben.
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