Dienstag, 22. Dezember 2009

Tempeltag

Den zweiten Tag Siem Reap starteten wir mit leckerem Cheeseomlett und Pancakes in unserem Guesthouse. So gestärkt liehen wir uns für den Tag klapprige Drahtesel aus und radelten in die alte große Hauptstadt des Angkorreiches, Angkor Thom.
Der beeindruckende Steinhaufen, der sich bei näherem Hinsehen in den unglaublichen Bayon mit seinen Gesichtertürmen verwandelte war unser erstes Ziel. Und obwohl man nach dem 4. Besuch glaubt schon alles zu kennen, kann man tatsächlich auch etwas Neues lernen. Dieses mal erfuhren wir, woran man die Cham oder die Sklaven auf den Halbreliefs erkennen kann. Erstere an ihren Helmen, Zweitere an den "magischen" Seilen um ihre Hälse.
Neben dem Bayon wandelten wir auch über die Terasse des Leprakönigs und die Elefantenterasse, besichtigten den Rekonstruktionsfortschritt im Baphuon und Phimeanakas. Wenn man wie wir, außer Max natürlich, die Chance hat in verschiedenen zeitlichen Abschnitten diese Bauwerke zu betrachten, dann sind es insbesondere die Veränderungen, die einen faszinieren. Selbst Marie meinte, sie würde gern in 10 Jahren noch einmal hierher kommen, um zu sehen, was dann aus diesen Wunderwerken geworden ist.
Mit den Fahrrädern waren wir so herrlich unabhängig, konnten einfach stehen bleiben, wenn uns die Urwaldgeräusche beeindruckten, die übrigens unvorstellbar laut sind.
Wir bestiegen die steilen Treppen des Ta Keo, wunderten uns über die Vertreibung des Urwaldes aus dem Ta Prohm und genossen die Stille und die irren Tunnelblicke im Prea Khan. Angkor wandelt sich. Die meistbesuchten Tempel werden zunehmend vor den Touristen geschützt und vom Urwald befreit. Vergeblich sucht man schon seit Jahren nach dem weltberühmten wurzelumrahmten Gesicht. Aber auch andere Fotomotive, auch die, die noch letztes Jahr so beeindruckend waren, sind verschwunden. Man darf dabei nicht vergessen, dass die Urwaldriesen ab einer bestimmten Größe nicht mehr stabilisieren, sondern Mauern und Portale zum Einsturz bringen. Vor wesentlichen touristischen Attraktionen sind Plattformen angebracht, so dass sich die ganze Reisegruppe zum Erinnerungsfoto zusammenfinden kann.
Gemeinsam mit Hunderten bestiegen wir für die Sonnenuntergangsatmosphäre den Phnom Bakheng. Auch hier sind die traditionellen Aufgänge abgesperrt und ein Pfad führte uns um den gesamten Berg herum. Dabei konnten wir feststellen, dass es Treppenaufgänge in allen 4 Himmelsrichtungen gegeben haben muss. Die eigentliche Herausforderung ist jedoch der Tempel und da insbesondere der Abstieg. Die Treppenstufen sind vielleicht eine Fußbreite tief und sehr hoch und nicht immer vollständig erhalten.

3 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Liebe Steffie,
zu deinem Geburtstag alle herzlichen Glückwünsche, noch ein entspannte Zeit und viele schöne Erinnerungen sendet dir Hannelore. Ich kann es kaum glauben, dass bereits ein halbes Jahr vergangen ist und freue mich auf dich und deine Erzählungen.
Euch allen ein frohes und gesundes Weihnachtsfest!
Bis bald Hanne

Anonym hat gesagt…

Hi Steffi, herzliche Glückwünsche zu deinem Geburtstag. Da wir in diesem Jahr nicht gemeinsam feiern können, verfolge ich euer Tagebuch und bin ein bischen neidisch. Liebe Grüße an alle. Karin.

Anonym hat gesagt…

Hallo Steffie, hallo Stefan,

auch ich schließe mich den Geburtstagswünschen an. Wie man sieht, geht es Euch gut, und Ihr genießt hoffentlich die völlige Abwesenheit feucht-glatt-weiß-grau gefleckten Schmuddelwetters mit Fröstel-Temperaturen um null.
Ich flüchte übermorgen in das frühjahrswarme Malta, wo ich gern sofort überwintern würde, wenn man mich ließe.

Lasst Euch weihnachtlich beschenken und rutscht gut nach 2010

Liebe Grüße

Bettina