Donnerstag, 24. Dezember 2009

Krokodile in Siem Reap


Unsereren letzten Tag in Siem Reap nutzten wir zur Besichtigung der Krokodilfarm. Von dem Besitzer unseres Guesthouses erfuhren wir, dass zur Zeit leider keine Babykrokodile anzutreffen sein werden. Da seine Familie auch Krokodile hält, konnte er uns vorab bereits einiges erzählen. Krokodile legen nur einmal im Jahr Eier und das geschieht zwischen Januar und Februar. Die Jungen schlüpfen nach ca. 60-70 Tagen. Wenn sie etwa 40cm lang sind, dann werden sie nach Vietnam verkauft und bringen je Krokodil maximal 20$. In Kambodscha gibt es keinerlei verarbeitende Industrie. Er erzählte uns, dass vor einigen Jahren ein Geschäftsmann sich darum bemüht hatte vor Ort eine Krokodillederfarm zu errichten, jedoch keine staatliche Genehmigung zu bekommen war. So bleibt den Kambodschanern keine Wahl, als die Jungtiere zu einem so niedrigen Preis an Vietnam zu verkaufen.
In der Farm waren wir dann sehr erstaunt, trotzdem auf kleine Krokodile zu treffen. Die waren doch höchstens 40cm lang und wir schätzten sie nur einige Wochen alt. Doch so kann man sich täuschen. Krokodile wachsen sehr langsam und diese Exemplare waren um die 8 Monate alt. Schon schade, denn wenn sie Babys haben, dann kann man sie auch mal auf die Hand nehmen. Den Jungtieren möchte keiner mehr freiwillig nahe kommen.
Das älteste Korkodil ist ca. 80 Jahre alt, was auch ungefähr der Lebenserwartung dieser Reptilien entspricht. Beim Beobachten dieser träge anmutenden Riesen, waren wir uns ihrer Gefährlichkeit wohl bewusst. Marie prüfte immer ganz genau, was sie betrat und wogegen sie sich lehnte, auch wenn sie vorher mit dem Gedanken gespielt hatte ein kleines Krokdil als Haustier zu halten.
Im angeschlossenen Shop gab es dann die Krokotaschen, -börsen, -schuhe und -gürtel zu kaufen oder gar ein mumifiziertes? Babykrokodil.
Am Abend besuchten wir den Nachtmarkt. Die Händler schienen fast verzweifelt um uns zu werben. Auch fielen uns die recht niedrigen Preise auf. Nachdem wir uns an einem Stand zu einem Kauf entschlossen hatten, erkundigten wir uns nach den Standmieten. 200$ im Monat sind hart zu verdienen, vorallem wenn man bedenkt, dass wir an diesem Abend ihre ersten und vielleicht einzigen Kunden waren und ein T-Shirt zwischen 1-2$ kostet.
An der gemütlichen Bar ließen wir den Abend ausklingen und gedachten meiner lieben Schwester, die an diesem Tag ihren Geburtstag feierte.
Am nächsten Morgen brachen wir nach Phnom Penh auf. Wir entschieden uns für den VIP-Bus, da er auf Grund wenigerer Stopps schneller am Ziel ist. Und tatsächlich, nach 5 1/2 Stunden erreichten wir die Hauptstadt, waren wir wieder zu Hause.

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